Storytelling im Marketing oder: die Speisezwiebel namens „Emma“

26. Jan 2016 in Allgemein, NARRATA erzählt

Beim „Zwiebelforum 2016“ letzten Montag in Bonn hatte „Emma“ ihren großen Auftritt:
Christine_Erlach_NARRATA_beim_Zwiebelforum_2016
Die Gewöhnliche Speisezwiebel ist sicherlich weniger leicht zu vermarkten als ein iPhone, doch die Erfolgsprinzipien von gutem Marketing lassen sich dennoch übertragen:

  • Start with why! Anstelle von langen Anpreisungen über die Besonderheiten des eigenen Produktes sollte ein Unternehmen viel mehr die Frage nach dem „Warum“ in den Vordergrund stellen – oder vielmehr die Antwort auf dieses „Warum“, warum es also das Unternehmen eigentlich gibt, was der tiefere Sinn für dessen Existenz ist, was die innere Triebfeder ist. Produktbeschreibungen langweilen die Konsumenten, authentische Antworten auf die Frage nach dem Warum aber bieten Identifikationsfläche, schaffen emotionale Bindung, bleiben im Gedächtnis!
  • Ein Beispiel: bei der Ankündigung des Macintosh im Jahre 1984 verzichtet Apple ganz auf Produktbeschreibungen! Kein Computer weit und breit ist zu sehen! Nur die Frage „warum gibt es Apple, welche Vision treibt uns?“ wird mit einer packenden Story aufgegriffen:

  • Erzähle von den Menschen im eigenen Unternehmen! Warum gibt es unser Unternehmen seit 4 Generationen? Welche Hürden haben wir genommen, welche Gründerpersönlichkeiten prägen unser Denken und unsere Werte? Welche Fähigkeiten und besonderen Eigenschaften unserer Mitarbeiter geben uns als Zwiebelbauern einen besonderen Charakter? Solche Fragen haben sich die Teilnehmer des Zwiebelforums 2016 noch nicht gestellt. Doch genau diese „Geschichten hinter dem Produkt“ sind spannend, können im Marketing emotionale Erlebnisse bieten und so Interesse wecken.
  • Verbinde Dein Produkt mit einem Versprechen! „Emma“ steht für die Strategie, ein gewöhnliches Produkt mit Emotionen, mit Sehnsüchten und Bedürfnissen der Konsumenten zu verknüpfen – die Kernfrage ist, welche Saiten man mit welcher Geschichte beim Kunden erklingen lassen möchte, um das eigene Produkt emotional zu verankern.
    Ein Beispiel: der kurze Werbefilm des Babynahrungsherstellers HIPP weckt (zumindest bei Eltern) die Sehnsucht nach Sicherheit, nach sicherer Nahrung also für das eigene Baby. Ein starkes emotionales Motiv, das die Kaufentscheidung beeinflussen kann!

Ob also ein teurer Markenwagen, ein Smartphone, oder eben auch eine gewöhnliche Zwiebel: die Grundprinzipien für erfolgreiches Marketing sind stets ähnlich – und ranken sich im Kern um gute Geschichten 🙂
Beste Grüße sendet
Christine Erlach

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