Rückblick auf das 11. AKWM-Symposium 2013 in Karlsruhe – ein Gewinn für das Wissensmanagement

18. Okt 2013 in Aktuelles

Letzte Woche, NARRATA ist unterwegs auf gleich drei Veranstaltungen! Nach 2 spannenden Tagen auf der KnowTech 2013 in Hanau (siehe in diesem Blog mehr) und bei Dave Snowden (hier mehr) ging die wissensintensive und vernetzungsreiche Woche noch nicht zu Ende!

Nein, es ging weiter nach Karlsruhe zum 11. Symposium des Arbeitskreises Wissensmanagement (AKWM) – eine wunderbare Vernetzungsmöglichkeit für „alte Hasen“ der Community und auch von uns immer wieder gerne besucht.

Das Motto diesmal: „Führung braucht Wissensmanagement – Wissensmanagement braucht Führung?“
Das Symposium glich einer Fuge, von mehreren Instrumenten gespielt und dennoch wunderbar ineinander verwoben und einander ergänzend: Denn auch diesmal gelang es dem AKWM wieder, ein großes Thema in ein buntes, inspirierendes Programm zu übersetzen und die Beiträge so zusammenzustellen, dass die einzelnen Referenten auf Vorzüglichste aufeinander Bezug nehmen und einander ergänzen konnten!

Auch NARRATA zählte zu den Referenten und Karin Thier und ich hatten Gelegenheit, näher auf die Rolle der Führung im Wissensmanagement von implizitem Wissen einzugehen und am Beispiel unseres Storytelling-Projektes bei der MTU Aero Engines die im Verborgenen wirkenden, das Handeln in Großprojekten massiv beeinflussenden Grundhaltungen, Normen und Einstellungen der Beteiligten zu erläutern. Um diese Triebfedern unternehmerischen Handelns zu verdeutlichen, schufen wir Comicfiguren, die als Projekt-Archetypen allerlei Abenteuer in einer Metapherngeschichte erleben.

Die Diskussion im Plenum bestätigte, was wir schon in mehreren Projekt Debriefings beobachten konnten: die von uns im MTU-Storytelling-Projekt gefundenen Verhaltensweisen sind keineswegs MTU-spezifisch. Nein, die von uns als Comicfiguren ins Leben gerufenen Projekt-Archetypen stehen für klassisches, in Großprojekten immer und immer wieder auftauchendes typisches Verhalten der Beteiligten!

Udo Allvoran - einer unserer Archetypen für typisches Verhalten in Großprojekten

Udo Allvoran – einer unserer Archetypen für typisches Verhalten in Großprojekten

So gibt es den die anderen Player gerne übergehenden Udo Allvoran, dem Zeitplan und Budget viel wichtiger als alle Absprachen sind, neben dem Herbert Allversuch, der sich bis zur Erschöpfung mit Arbeit volllädt und stets unsicher ist, das Richtige zu tun; es gibt Sabine Allgemach, die sehr erfahren und so schnell nicht aus dem Konzept zu bringen ist, usw.
Eine spannende Diskussion im Plenum über diese Verallgemeinerbarkeit der von uns mit dem Storytelling-Prozess ans Tageslicht geholten Verhaltensweisen war unser hervorragender Lohn für den Vortrag.

Besonders gefreut hat uns natürlich auch noch, dass der alljährlich auf dem Symposium verliehene Deutsche Nachwuchspreis Wissensmanagement diesmal an eine Masterarbeit über Storytelling ging! Wir berichteten dazu hier im Detail.

Alles in allem bleibt uns nur zu sagen:

Herzlichen Dank an Prof. Erich Riess, Thomas Sohler, Hans-Peter Schnurr und all den anderen Unterstützern und Helfern vor Ort für die sehr gute, gelungene Veranstaltung!

Beste Grüße sendet

Christine Erlach

 

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