Klinikwissen finden und fördern – Wissenstransfer mit Storytelling bei ausscheidendem Fachpersonal

22. Aug 2014 in Aktuelles

Wie kann etwas systematisch erfasst, erhalten und gefördert werden, das nicht sichtbar ist? Wie lässt sich das immaterielle Kapital „Wissen“ managen?

Mit diesen Fragen beschäftigt sich die aktuelle Ausgabe von Klinik/Wissen/Managen, dem Magazin der Thieme & Frohberg GmbH, das seit 2013 Führungskräfte in Kliniken über aktuelle Themen informiert.

Dass das Thema Wissensmanagement auch für Krankenhäuser ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist, ist mittlerweile eine unbestrittene Tatsache. Trotzdem betreiben bislang nur wenige Kliniken ein zielgerichtetes und konsequentes Wissensmanagement. Und wenn, dann wird der Fokus vor allem auf das klinische Fachwissen gerichtet. Meist unbeachtet bleiben dabei Wissensbereiche, wie Kenntnisse über interne Prozesse, Abläufe, Kommunikationswege und Strukturen, die für einen reibungslosen Klinikalltag wesentlich sind.
Der Grund für diese Schieflage ist vor allem darin zu sehen, dass für viele Kliniken Wissensmanagement immer noch eher als theoretisches Konstrukt wahrgenommen weniger als sinnvolles Hilfsmittel, welches den Klinikalltag erleichtern kann.

Die Beiträge im aktuellen Heft zeigen praxisorientierte Wege  auf, wie z. B. Wissensbilanzen, die Dr. Joachim Galuska näher vorstellt, um die verborgenen Wissensschätze in Kliniken zu finden, zu heben und zu sichern.

Mit Transfer Stories das Klinikwissen ausscheidender Experten sichern.

Mit Transfer Stories das Klinikwissen ausscheidender Experten sichern.

Auch NARRATA Consult hat einen Fachbeitrag beigesteuert und beleuchtet ein auch für Kliniken immer brisanter werdendes Thema: die Sicherung von Wissen ausscheidender Experten. Durch den demographischen Wandel, das Fehlen von Nachwuchs an spezialisiertem ärztlichen Fachpersonal und dem allgegenwärtigen Abwerben von Spezialisten wird Wissenstransfer zu einem der Schlüsselthemen werden.
Am Beispiel eines ausscheidenden Facharztes für Anästhesie in einer Klinik im Ruhrgebiet, stellen wir die Methode „Transfer Stories“ vor. Bei dieser Herangehensweise werden die für die Nachfolger am relevantesten und wissensintensivsten Erlebnisse und Erfahrungen des Experten herausgefildert und in Form einer MindMap mit kleinen Stories, die den Kontext der Wissensthemen für Nachfolger nachvollziehbar machen, aufbereitet und gezielt an Nachfolger und das verbleibende Team übertragen.

Mit den besten Wünschen,
Karin Thier

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